|
17.06.2010
Parlamentarischer Abend in München
Wie die bayerische Landesapothekerkammer mitteilt, trafen sich Anfang Juni die beiden Vorstände von Kammer und Verband zu gezielten Gesprächen mit Vertretern des Bayerischen Landtages. „Wie wir an der aktuellen Debatte um die Finanzierung des Gesundheitswesens sehen können, spielt die Landesebene gerade beim Thema Gesundheit eine wichtige Rolle“, begründet Kammerpräsident Dr. Ulrich Krötsch das Treffen mit Parlamentariern. „Wir als bayerische Leistungserbringer stehen deshalb in einem engen und offenen Dialog mit der bayerischen Landespolitik.“

Kammerpräsident Dr. Ulrich Krötsch
Kammer und Verband hatten erstmals die Abgeordneten des Bayerischen Landtages, insbesondere die Mitglieder das Gesundheitsausschusses im Landtag, zu einem Gedanken- und Meinungsaustausch eingeladen. Neben den Ausschussmitgliedern Dr. Otto Bertermann (FDP), Kathrin Sonnenholzer (SPD), Sabine Dittmar (SPD), Harald Schneider (SPD) und Johannes Hintersberger (CSU) folgte auch die Apothekerin Annette Bulfon (FDP, Mitglied im Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur) der Einladung ihres Berufsstandes.
Die Bayerische Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Apothekerschaft im Freistaat und unterstrich erneut die klare Position der Bayerischen Staatsregierung gegen Pick-up-Stellen und für eine flächendeckende und unabhängige Arzneimittelversorgung durch qualifizierte Apotheker. Bei den anschließenden Gesprächen stand nicht nur das angekündigte Pick-up-Verbot auf der Gesprächsagenda der Vorstände. Auch Themen wie der Kassenabschlag, das geplante Arzneimittel-Sparpaket von Bundesminister Rösler sowie die Einführung des Bachelor-/Master-Systems beim Studium der Pharmazie wurden angesprochen. „Wir ziehen ein positives Resümee aus diesem Abend. Die Idee, sich in lockerer Atmosphäre zu einem Gedankenaustausch zu treffen, ist bei den Abgeordneten gut angekommen“, sagte Krötsch am Ende der Veranstaltung. „Das Interesse der bayerischen Abgeordneten am Thema Gesundheit und Verbraucherschutz bestärkt uns in unseren Bemühungen, aktiv mit der Politik aktuelle Themen zu erörtern.“
|