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Gesetzliche Krankenkassen im Vergleich

6. Juli 2010

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Presseinformation ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände:

FAZ liegt falsch mit: „Regierung verschont Apotheker“
Die Mythen der Apotheker

In mehreren Beiträgen von Andreas Mihm in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 6. Juli 2010 haben sich inhaltliche Fehler eingeschlichen.

Falsch: Apotheker werden nicht belastet.

Richtig: Auf mehr als 1 Milliarde Euro summieren sich die Einsparungen, die durch die Umsetzung von Rabattverträgen in den Apotheken erzielt werden. Apotheker zahlen täglich und zusätzlich mehrere Millionen Euro Rabatte an die Krankenkassen, insgesamt ebenfalls mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr. Apotheken werden als Zahler von Gewerbesteuer, als Arbeitgeber durch steigende Lohn- und Lohnnebenkosten, in der Apotheke durch den immer noch steigenden Aufwand durch Rabattverträge und viele weitere Regelungen des Gesetzgebers massiv belastet.

Falsch: Die FAZ behauptet, der Gesetzgeber bestimmt die Höhe einer Pauschale zur Honorierung von Apotheken.

Richtig: Die große Koalition hatte in der vergangenen Legislaturperiode festgeschrieben, dass die Höhe des Kassenrabatts nicht vom Gesetzgeber, sondern zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) – also von der freiwilligen Selbstverwaltung – auszuhandeln sei. Verhandelt wurde erstmals das Honorar im Jahr 2008 für 2009.

Falsch: Nach Verhandlungen ist der Zwangsrabatt der Kassen zu Lasten der Apotheker von 2,10 Euro auf 1,75 Euro gesenkt worden.

Richtig: Eine unabhängige Schiedsstelle unter Leitung des früheren Präsidenten des Bundesversicherungsamtes, Rainer Daubenbüchel, hat die massiven Belastungen der Apotheker z.B. durch Rabattverträge, aber auch die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre berechnet. Daraufhin fällte die unabhängige (!) Schiedsstelle eine Entscheidung, die von den Krankenkassen bislang nicht vollständig umgesetzt wurde.

Falsch: Die FAZ behauptet, die heutige Honorarregelung existiere seit 1989.

Richtig: Die Honorierung der Apotheker wurde zum 1. Januar 2004 umgestellt. Das Ziel war, die Apotheker vom Arzneimittelpreis abzukoppeln. Deshalb erhalten Apotheker ein Fixhonorar und die Kassen erhalten einen Rabatt, der sich auch 2009 auf mehr als 1 Milliarde Euro summierte. Für die Steigerung der Arzneimittelausgaben ist in den vergangenen Jahren fast ausschließlich die so genannte Strukturkomponente verantwortlich - und damit die Pharmahersteller - sowie die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel.


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